20170122

Handelsblatt – Ökostrumpfhosen aus Fischernetzen

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By Georg Weishaupt


Jahrelang haftete grüner Mode ein glanzloses Image an. Damit ist nun Schluss. Sexappeal trifft auf Nachhaltigkeit: Immer mehr Labels präsentieren Mode aus Recycling-Material, Hanf, Bio-Baumwolle oder Seide.

BerlinGrüne Mode hat oft noch das Image von selbstgestrickten Textilien für etwas weltfremde Gutmenschen. Bei der Salonshow im Energieforum in Berlin ist davon nichts zu sehen. Perfekt gestylte Models laufen in eleganten, einfarbigen Wintermänteln und dazu passenden Strumpfhosen über den Laufsteg.

Das es sich um grüne Mode handelt, ist nicht zu erkennen. „Sexappeal trifft auf Nachhaltigkeit“, beschreibt es Justina Rokita, Geschäftsführerin des bayerischen Strumpfherstellers Kunert. Denn das traditionsreiche Unternehmen verwendet für seine neue Strumpfhosen ein Garn, das aus alten Fischernetzen aus dem Meer hergestellt wird. Eine ist sinniger Weise eine Netzstrumpfhose mit Naht.

Mit der neuen sogenannten Kunert Blue will sich das alte bayerische Unternehmen Kunert nach seiner Sanierung modern und nachhaltig profilieren. Es hofft auf einen Trend, auf den immer mehr Unternehmen setzen. Nachdem es Biobaumwolle von der Luxus- bis in die Discount-Textilbranche geschafft hat, arbeiten nun immer mehr Modefirmen mit recycelter Kleidung, die sonst als Müll verbrannt wird oder mit Plastikmüll, der die Meere belastet.

Kunert verwendet das Garn Econyl. Das italienische Unternehmen Aquafil stellt es aus alten Fischernetzen her, die die Meere verunreinigen, und alten Teppichen. Der Gründer und CEO Giulio Bonazzi von Aquafil hat es sich zur Aufgabe gemacht…

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